Fernando Alonso?

Mein letztes Wochenende in Montréal war ganz schön verrückt. Am Freitag bin ich zur Rennstrecke gefahren, um dort ein paar Fotos zu machen. Bereits seit Wochen fieberte die ganze Stadt diesem Wochenende entgegen und tausende Touristen kamen nach Montréal, um beim Formel 1 Grand Prix zuzuschauen.

Ich war ganz schön ernüchtert, als ich ankam und feststellen musste, dass praktisch alles abgesperrt war und ich ohne Karte nichts mitbekommen konnte. Die Tickets hatten im Vorverkauf über 40 Dollar gekostet und das war mir der Spaß dann eben doch nicht wert. Ich war also misstrauisch, als mir ein dubioser Händler sein Ticket für 15 Dollar abgeben wollte. Ich ging jedoch darauf ein und war dann überrascht, tatsächlich an der Schranke durchgelassen zu werden. Mein Tribünen-Platz war völlig in Ordnung und ich verbrachte den ganzen sonnigen Tag am “Circuit Gilles Villeneuve”. Ich sah das offene Training der Formel 1, den Porsche-Cup und einige andere Klassen. Die Stimmung war gut und am Ende des Tages schenkte mir ein freundlicher Bagel-Verkäufer dann sogar eine Tüte original Montréaler Bagel – die waren zwar frisch, wären aber dennoch im Abfall gelandet.

Am nächsten Tag war dann die Hölle los im Restaurant. Mit vier Kellnern kamen wir ordentlich ins Schwitzen, die Tische waren den ganzen Abend lang voll belegt und alles wurde ganz schön chaotisch. Als sich dann am Nachmittag auch noch jemand meldete und einen Tisch für einen “V.I.P” anmeldete, waren wir natürlich ziemlich aufgeregt. Dass jedoch Fernando Alonso, Fahrer bei McLaren und Formel 1 Weltmeister, mit seinen Freunden kommen und am Abend vor seinem Rennen gemütlich Pizza essen würde, hätten wir niemals erwartet.

Der Sonntag war dann wieder ruhiger, denn ich musste mich erstmal erholen von dem vorherigen Abend, der mit einigen Gläsern Bier zusammen mit meinen Kollegen geendet hatte. Am Nachmittag traf ich mich mit meinen Mitbewohnern und einigen Freunden in einer Sportsbar und wir schauten gemeinsam das erste deutsche EM-Spiel. Im Anschluss schlenderten wir noch über die “Francofolies”, eines der vielen Festivals der Stadt und ich verabschiedete mich zum Kofferpacken.

Au revoir, Montréal, it was a blast!

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