Echte Wikinger!

Seit sechs Tagen bin ich nun wieder unterwegs, endlich wieder Reisen, durch den Osten von Kanada. Über eine Facebook-Gruppe hatte ich meine Mitreisenden kennengelernt und nun sind wir zu viert: Mit einem umgebauten Chevrolet Venture und einem Zelt haben wir bereits einige wunderschöne Stationen angefahren. Birgit, Lisa und Fabian traf ich am Montag auf einem Parkplatz in Montréal und wir beschafften und zunächst einmal Proviant für die nächsten Tage.

Danach fuhren wir knapp drei Stunden in den “Mont Tremblant Provincial Park”, wo wir auch unsere erste Nacht verbrachten. An einem kleinen See, auf einem naturbelassenen Campingplatz, waren wir fast alleine und machten auch direkt ein Lagerfeuer, um uns von den vielen gierigen Stechmücken zu befreien. Die Nacht wurde dann um einiges kälter, als ich das am Vortag erwartet hatte. In meinem Sommerschlafsack wachte ich um fünf Uhr frierend auf und stieg dann aus dem Zelt, um den Bären beim Aufwachen zuzusehen.

Am zweiten Tag machten wir uns dann auf den Weg nach Québec City, über schottrige Pisten durch den Park mit vielen Seen auf der Strecke. Da ich mich nach der vorherigen Nacht nicht allzu gut fühlte, entschloss ich mich dazu, in Québec ein Hostel zu buchen, um für den nächsten Tag wieder fit zu sein.

Ich traf meine Reisegruppe im Zentrum Québecs und wir verbrachten den ganzen Tag mit Sightseeing, knipsten das meistfotografierte Hotel der Welt, die Kathedrale und die Altstadt mit wunderbarer Sicht über den St. Lorenz-Strom. Am Abend fand dann noch eine große Flugshow mit Rettungshubschraubern und Düsenjets statt, woraufhin ich wieder in mein Hostel ging. Hier traf ich auf eine kleine nette Schulgruppe aus Ontario und auch einige echte “Wikinger”: ein reicher Norweger hatte vor einigen Jahren das größte aktive Wikingerschiff der Welt erbaut und engagiert nun die besten Segler Europas, um damit um die Welt zu fahren – von Norwegen, an Grönland und den Eisbergen vorbei, bis nach Chicago. Das alles ohne Kabinen, im Zelt auf Deck, immer in Begleitung eines Eisbrechers.

Am nächsten Morgen besichtigten wir die “Montmorency-Fälle”, die sogar noch größer sind als die Niagara-Fälle, und fuhren dann nach “Riviere du Loup”, weiter Richtung Osten. Dort sahen wir einen atemberaubenden Sonnenuntergang und liehen uns am folgenden Tag vier Mountainbikes, um die Stadt zu erkunden. Ganz zufällig fanden wir uns dann auf einer Waldstrecke wieder und erlebten dort ein echtes Offroad-Abenteuer. Zum Glück keine Verletzten!

Jetzt geht es aber auch schon wieder los, immer weiter in den Osten. Ziel: Moncton, New Brunswick.

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