Couchsurfing!

Nachdem ich hier in Victoria zunächst ein erstes zu Hause gefunden hatte, ging es in der letzten Woche weiter mit der Organisation für den nächsten Monat. Zunächst jedoch ging ich in den Park, wo sich regelmäßig einige Hobby-Sportler treffen, um dort Ultimate-Frisbee zu spielen. Ich kam ordentlich ins Schwitzen und plane nun, auch beim nächsten Treffen dabei zu sein.
Am folgenden Tag musste ich mein Hostel dann verlassen und hatte bis zum Wochenende einen Couchsurfing-Gastgeber gefunden. Ich traf mich mit Brandon in einem Park in der Nähe seiner Wohnung und wusste sofort, dass ich den richtigen Host angeschrieben hatte: Er war super nett, offen und hatte zudem einen sehr schönen Hund, der ganz aufgeregt war, mich den neuen Gast zu sehen.
Wir redeten den ganzen Abend über gemeinsame Interessen und Hobbys, bevor ich dann in mein Zimmer ging und es immer noch nicht fassen konnte, so viel Glück mit meiner Unterkunft zu haben. Das Haus war sehr modern, aber doch gemütlich und mein Gastgeber war so freundlich, dass er mich für den nächsten Tag direkt zu einer gemeinsamen Wanderung einlud.
Wir gingen also einen Teil des “Juan de Fuca”-Trails, im Westen der Insel, trafen einige andere Wanderer und kamen am schönen “China-Beach” vorbei, wo wir eine längere Pause einlegten.
Besonders freute ich mich über die riesige Seilschaukel, die jemand direkt am Strand hinterlassen hatte! Am Abend kehrten wir daraufhin wieder nach Victoria zurück, wo ich, sozusagen als Dankeschön, für meinen Gastgeber und mich das Abendessen kochte.
Am nächsten Tag widmete ich mich dann der Jobsuche und ich fand es hier, im Vergleich zu Montréal, deutlich schwieriger, eine Anstellung zu finden: Zum einen ist es diesmal nicht der Beginn der großen Sommer- und Touristensaison, zum anderen schienen mir die Arbeitgeber hier in Victoria aber auch deutlich weniger entspannt zu sein. Der Großteil war natürlich immer freundlich und zuvorkommend, aber leider behandelten mich einige Cafés auch sehr herablassend und teilweise einfach unhöflich.
In einer Eisdiele wurde ich zumindest zum Probearbeiten eingeladen, die perfekte Anstellung fand ich dann jedoch im “Rathskeller”, dem einzigen deutschen Restaurant Victorias: Der Laden wird im Oktober, also genau passend für mich schließen und erst vor kurzem hat einer der Kellner einen neuen Job gefunden – ich komme also zur absolut richtigen Zeit. Die Chefin war sehr nett und ich kann bereits am Montag mit der Arbeit beginnen.

Am Nachmittag traf ich mich daraufhin mit einer Bekannten aus Frankreich, die ich bereits im Hostel in Vancouver kennengelernt hatte und wir erkundeten noch ein wenig gemeinsam die Stadt.
Eigentlich wollten wir dieses Wochenende mit einigen Leuten nach Tofino zum Surfen fahren, aber beim Reisen geht leider nicht immer alles ganz so glatt: Die Organisatorin schrieb mich kurz bevor wir aufbrechen wollten an und berichtete, dass ihr Auto in der Werkstatt ist und nicht rechtzeitig für die Fahrt fertig werden würde. Doch zumindest ließ sie mich für das Wochenende bei sich übernachten und ich wurde immerhin nicht obdachlos. Und insgesamt wurde es dann doch noch ein sehr schönes Wochenende! Davon aber, berichte ich euch in meinem nächsten Eintrag!

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