Arbeiten auf Vancouver Island

Die Woche fing zunächst direkt mit schlechten Neuigkeiten an: Ich erhielt einen Anruf vom „Rathskeller“, dem deutschen Restaurant, in dem ich eigentlich Arbeiten sollte, mit der Mitteillung, dass meine Stelle nun doch nicht mehr verfügbar sei. Somit war ich erstmal wirklich deprimiert und nachdem schon die Wohnungssuche nicht gut geklappt hatte und wir nicht nach Tofino fahren konnten, war ich bereits kurz davor meinen Rucksack zu packen und nach Vancouver zu ziehen.

Ich wollte der Stadt dann aber dennoch eine weitere Chance geben und verbrachte die nächsten zwei Tage auf der Suche nach einem neuen Job. Insgesamt muss ich wohl in über 200 Geschäften gefragt haben, hatte danach aber auch einige Interviews geplant. Und auch mein neues Zimmer war plötzlich besser als eigentlich gedacht. Neben den beiden Besitzern leben nun zwei weitere Mitbewohner hier, der eine arbeitet in der Gergend, der andere ist ein Austauschstudent aus Dänemark.

Ich entschied mich dann, einen Job in einem kleinen Bier- und Weingeschäft anzunehmen, da ich dorthin zumindest nicht lange mit dem Bus fahren musste. Einige Interviews besuchte ich aber trotzdem, um mir zumindest die Angebote anzuhören, blieb aber letztendlich bei meiner ersten Entscheidung. Zwar ließ ich mir es nicht nehmen, mindestens einmal bei „Tim Hortons“ (einer bekannten kanadischen Kaffeekette) zu arbeiten, beendete das jedoch direkt nach meiner ersten Schicht.

Letztendlich habe ich dann noch einen Nebenjob angenommen und verkaufe seit kurzem Kameras, Computer, Drucker und Smartwatches in einem Elektronikladen, einfach um ein wenig Abwechslung zu bekommen. Nebenher habe ich aber noch eine ganze Menge andere Projekte, denn ich helfe meinen Vermietern auch im Haushalt um meine Miete zu verringern und habe mir dann vor kurzem auch noch ein altes Fahrrad gekauft, an dem ich die letzten Tage herumschraubte.

Nach einigen strahlenden Sonnentagen, an denen ich häufig draussen arbeiten konnte und auch mal wieder laufen war, scheint hier nun leider der Sommer bald vorbei zu sein. Die Tage werden kürzer und draussen ist es auch bereits deutlich kälter. Aber immerhin habe ich ein gemütliches, weiches Bett und fühle mich auch wohl, während ich mich in Victoria richtig einlebe.

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