Leaving the Bay

Eine ganze Weile ist nun vergangen, seitdem ich zum letzten Mal diesen Blog gepflegt habe und das liegt auch daran, dass ausgesprochen wenig in dieser Zeit passiert ist. Gerade in den letzten Wochen meines Aufenthaltes auf Vancouver Island wurde das Wetter schlechter, meine Laune trüber und ich fühlte mich ständig krank. Rückblickend habe ich vielleicht einfach doch ein wenig zu viel gearbeitet.
In beiden meiner Jobs waren die Manager nicht sonderlich begeistert, als ich meine “2-weeks-notice” einreichte, konnten aber durchaus verstehen, dass sie nicht mit einem Jobangebot in Whistler konkurrieren können.
Am vergangenen Donnerstag war dann offiziell mein letzter Arbeitstag auf Vancouver Island. Die Verabschiedung bei BestBuy verlief relativ schmerzlos und bestand insbesondere darin, dass ich einige letzte Einkäufe mit meinem “Staff-Discount” tätigen musste. Am Abend im Liquor Store hingegen wurde es dann jedoch ein wenig herzlicher, denn hier hatte ich auch eine viel engere Verbindung zu meinen Kollegen aufgebaut. Als Abschiedsgeschenk erhielt ich eine schöne Flasche Likör und eine Karte mit lieben Grüßen, worüber ich mich doch sehr freute.
Das folgende Wochenende hatte ich daraufhin schon ziemlich eng verplant, angefangen damit, dass ich am Freitag Abend in einem Geisterhaus als Zombie-Schauspieler ausgeholfen habe und daraufhin mit meinem Kollegen Jeff und unserem Manager Develyn zum Karaoke gegangen bin (Details verschweige ich hier lieber). Am Samstag traf ich mich mit meinem dänischen ehemaligen Mitbewohner Torsten zum Whalewatching und wir hatten wirklich unglaubliches Glück mit der Tour. Angefangen hat es damit, dass wir den reduzierten Preis für Locals erhielten, kostenlose Getränke, danach noch Robben beim Schwimmen im Hafen beobachteten und das Wetter war dann einfach unfassbar gut. Wir sahen Buckelwale und Orcas aus dem Wasser springen und auf dem Rückweg auch Seelöwen, die sich gemütlich im Sonnenuntergang badeten. Über vier Stunden nahm sich der Kapitän des Katamarans Zeit für uns und der Tag wird sicherlich noch lange in meiner Erinnerung bleiben.
Am Sonntag traf ich mich daraufhin mit einem anderen Freund, den ich beim Couchsurfen kennengelernt hatte und wir fuhren gemeinsam zum “Kinsol Trestle”, einer der höchsten Holzbrücken der Welt, unternahmen dort eine kleine Wanderung und sahen danach die riesigen Lachse auf ihrem alljährlichen Weg zur Quelle der Flüsse schwimmen. Später traf ich mich erneut mit Jeff und auch einer weiteren Kollegin, Evelyn, und wir verbrachten den Abend damit, verschiedene Biere von kleinen Brauereien der Region zu testen. Als ich dann zum Bus aufbrechen musste wurde ich tatsächlich traurig, denn die Beiden werde ich leider doch vermissen.
Nun verblieb mir nur ein einziger Tag, um meine To-do Liste für Victoria abzuarbeiten und ich besuchte am Montag ein kleines Schloss in der Nähe, in dem auch Filme wie “Smalville” oder Serien wie “Arrow” gedreht wurden. Daraufhin fuhr ich zur Universität, UVIC, und traf mich erneut mit Torsten, wir spielten Frisbee und er zeigte mir den Campus.
Schließlich ging es ans Packen und heute Nachmittag auf die Fähre – wir sehen uns in Seattle!

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